Theaterstück „Das letzte Band" von Samuel Beckett
| Ort | 21614 Buxtehude, Theater im Hinterhof |
| Adresse | Hauptstraße 34 |
| Termine |
19.09.2026,
ab 20:00 Uhr |
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Am nächsten Wochenende feiert unsere zweite Eigenproduktion Premiere: "Das letzte Band" von Samuel Beckett mit Haye Graf als "Krapp".
Am Samstag, 19.09. um 20:00 Uhr mit anschließendem Publikumsgespräch.
Das letzte Band Das Stück zeigt den 69-jährigen, Schriftsteller Krapp an seinem Geburtstag in einem einaktigen Monodrama von Samuel Beckett aus dem Jahr 1958. Der alte Mann sitzt spät abends an einem Schubladentisch mit Tonbandgerät und Kartons voller alter Tonbänder. Er sucht im Katalog seiner Tonbandaufzeichnungen ein Tonband, das er mit 39 Jahren besprochen hat, und hört sich sein jüngeres, schwärmendes Selbst an. Plötzlich beginnt er eine neue Tonbandspur aufzunehmen.
Samuel Beckett wurde am 13. April 1906 in Dublin geboren und starb am 22. Dezember 1989 in Paris. Beckett arbeitete zunächst als Französischlehrer am Trinity College Dublin und an der École Normale Supérieure in Paris, wo er sich 1938 dauerhaft niederließ; er schrieb abwechselnd auf Englisch und Französisch und übersetzte seine Werke selbst. Während des Zweiten Weltkriegs schloss er sich der Résistance an und musste aufs Land fliehen; gegen Kriegsende arbeitete er freiwillig für das Rote Kreuz. Seinen literarischen Durchbruch hatte er in den 1950er-Jahren mit einer Reihe bahnbrechender Stücke und Romane. 1969 erhielt er den Nobelpreis für Literatur "für sein Schreiben, das – in neuen Formen für Roman und Drama – in der Verlassenheit des modernen Menschen dessen Erhebung erlangt". Zur Preisverleihung erschien er nicht, da er jede Form persönlicher Ehrung ablehnte und sich nicht in den Mittelpunkt gestellt sehen wollte.
Beckett gilt als einer der führenden Vertreter des Theaters des Absurden, einer Strömung, die in den 1950er-Jahren ihren Höhepunkt erreichte und existenzialistische Themen als Reaktion auf die Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs und die rasche Modernisierung verhandelte; die Werke mischen dabei tragische Elemente mit komischen Klischees und zeigen Figuren in ausweglosen Situationen.
Haye Graf ist ein Schauspieler und Musiker aus Buxtehude in der Nähe von Hamburg.
Nach einem abgebrochenen Lehramtsstudium absolvierte der 1968 geborene Familienvater seine Schauspielausbildung am Studio O 33 in Hamburg, wo er 1995 seinen Abschluss machte. Es folgten Festengagements an der Landesbühne Hannover (1997 – 2001) und am Jungen Theater Göttingen (2001 – 2004), bevor es ihn zurück an seinen Geburtsort Buxtehude verschlug, von wo aus er seit 2004 als freier Schauspieler tätig ist. Nach Gastengagements an diversen Hamburger Bühnen (Basilika, Altonaer Theater, Winterhuder Fährhaus) und dem Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg verschob sich der Fokus in letzter Zeit immer mehr in Richtung Seminarschauspiel und Business-Theater, ein Umstand, der auch dem Wunsch des heute 57-jährigen geschuldet war, sich stärker auf die Erziehung seiner Kinder zu konzentrieren.

