Bühne, Show
„Gelebte Geschichte“-Vorführung - Zeitreise durch die Jahrhunderte
Ort | 21224 Rosengarten, Freilichtmuseum am Kiekeberg |
Adresse | Am Kiekeberg 1 |
Termine |
05.04.2025,
10:00 - 17:00 Uhr +1 weiterer Termin |
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Zeitreisen durch die Jahrhunderte erleben – mit der „Gelebten Geschichte“ am Kiekeberg
Erwachsene 11 Euro Eintritt, unter 18 Jahren frei, kiekeberg-museum.de
Roggen dreschen, Stoffe zuschneiden, auf dem Behelfsherd kochen – wer wissen will, wie der Alltag früherer Generationen aussah, erlebt ihn im Freilichtmuseum am Kiekeberg hautnah. Bei der Veranstaltungsreihe „Gelebte Geschichte“ zeigen bis zu 60 Ehrenamtliche in originalgetreuer Kleidung, wie Menschen zwischen 1804 und 1964 ihr Leben gestalteten. Die nächsten Gelegenheiten dafür sind an den Wochenenden 5. und 6. April, 26. und 27. April und 17. und 18. Mai jeweils zwischen 10 und 17 Uhr. Die Darsteller und Darstellerinnen leben ihre Rollen und erklären gerne, was sie gerade tun. Besonders Familien mit Kindern erleben hier anschaulich Alltagsgeschichten. Erwachsene zahlen 11 Euro Museumseintritt, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er frei. Informationen unter www.kiekeberg-museum.de.
„Unsere Ehrenamtlichen entwickeln ihre Figuren mit Leidenschaft und Wissen. Sie recherchieren in alten Quellen, wählen Namen aus, bringen handwerkliche Fähigkeiten mit ein und fertigen ihre Kleidung selbst – dieses persönliche Engagement spüren auch unsere Besucherinnen und Besucher. Gerne beantworten sie dabei ihre Fragen“, sagt Dr. Julia Daum, Koordination der „Gelebten Geschichte“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg, die auch selbst in verschiedene Rollen schlüpft. An Wochenenden mit der „Gelebten Geschichte“ zeigt das Museum ausgewählte Zeitschnitte.
Wochenende 5.–6. April: Leben zwischen Notunterkunft und Wirtschaftswunder
Zwei Zeitschnitte geben Einblicke in das Leben nach dem Zweiten Weltkrieg und in die junge Bundesrepublik: In der Notunterkunft Nissenhütte sehen Besucher den Alltag Geflüchteter direkt nach dem Kriegsende im Jahr 1945 – gekocht wird auf dem Behelfsherd. Im Notgarten wächst mit Glück etwas Gemüse für den Eigenbedarf.
In der Königsberger Straße daneben erwacht das Jahr 1964: Der Dorfpolizist geht Streife, die Fleischereifachverkäuferin bedient im Laden, und beim Kaffeekränzchen der Hausfrauen im Garten kommen alle zusammen – mit dabei ist auch der Postbote. Darüber hinaus erhalten Besucher Einblicke in die Hausarbeit: In der Sommerküche und im Textilladen wird Kleidung hergestellt – Stoffe werden zugeschnitten und sowohl von Hand als auch mit der Nähmaschine verarbeitet, ganz so, wie es in vielen Haushalten und Geschäften der 1950er- und 1960er-Jahre üblich war.
Foto: Der Postbote aus dem Jahr 1964 trägt in der Königsberger Straße Briefe aus; Bild FLMK