Buchvorstellung „1943 – 9 Personen – 40m2“ zur Geschichte der Siedlung Falkenberg
| Ort | 21224 Rosengarten, Freilichtmuseum am Kiekeberg |
| Adresse | Am Kiekeberg 1 |
| Termine |
21.06.2026,
ab 12:00 Uhr |
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Buchvorstellung „1943 – 9 Personen – 40m2“ zur Geschichte der Siedlung Falkenberg
Sonntag, 21.6., 12 Uhr, Eintritt 12 Euro Erwachsene, kiekeberg-museum.de
Geschichte eines Wohnortes: Im Freilichtmuseum am Kiekeberg stellt Autorin Monika Blankenheim am Sonntag, 21. Juni, um 12 Uhr ihr Buch „1943 – 9 Personen – 40m². Geschichten, Menschen und Gebäude“ vor. Sie beschäftigt sich darin mit 80 Jahren Geschichte der Siedlung Falkenberg in Hamburg-Neugraben. Die Autorin thematisiert den Einsatz von Zwangsarbeitern und weiblichen Konzentrationslager-Häftlingen beim Bau der Behelfsheime und beschreibt die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner während des Kriegs und in der Nachkriegszeit. Nach einer Begrüßung von Museumsdirektor Stefan Zimmermann erzählt Monika Blankenheim die Geschichte der Siedlung Falkenberg und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Die 90-minütige Veranstaltung ist im regulären Museumseintritt von 12 Euro für Erwachsene enthalten. Mitglieder des Fördervereins des Freilichtmuseums und Personen unter 18 Jahren erhalten immer freien Eintritt ins Museum. Das Buch ist ab dem Tag als Band 110 der Schriften des Freilichtmuseums am Kiekeberg im Museumsladen für 27,50 Euro erhältlich. Die Herausgabe übernimmt der Förderverein des Museums.
Von Behelfsheimen zur Siedlung
Monika Blankenheim, Jahrgang 1951, wuchs in Hamburg auf und verbrachte in ihrer Kindheit viel Zeit im Behelfsheim ihrer Großeltern in der Falkenberg-Siedlung. Ende 2020 begann sie mit der Erforschung der Geschichte des Wohngebiets. Nach den Luftangriffen auf Hamburg 1943 entstanden in Stadtnähe mehrere Behelfsheimsiedlungen – in Neugraben zogen ausgebombte Arbeiter der Rüstungsindustrie und ihre Familien ein. Doch ihre Realität unterschied sich von der Propaganda: Die Bauten oft nicht fertig und ohne die angepriesene Ausstattung. Weil Wohnraum knapp blieb, setzten sich zahlreiche Bewohner für den Erhalt ein – in den 1960er-Jahren wurden die ehemaligen Behelfsheime mit Unterstützung des Hamburger Senats zu Einfamilienhäusern ausgebaut. Die Siedlung entwickelte sich über Jahrzehnte weiter. Seit 1992 steht sie unter Milieuschutz.
Kiekeberg fördert regionale Forschung
Das Buch „1943 – 9 Personen – 40m2“ schildert die Entstehung des Wohngebiets während des Zweiten Weltkriegs, die Erfahrungen der Bewohnerfamilien sowie die Entwicklung zu einer modernen Siedlungsgemeinschaft. Die Forschungen knüpfen an Projekte des Freilichtmuseums am Kiekeberg zu den letzten Kriegsjahren und ersten Nachkriegsjahrzehnten in der Bundesrepublik Deutschland an. Dazu zählen auch die Behelfsheime „Ley-Bude“ und „Nissenhütte“ am Kiekeberg.
Buchdaten
· Titel: „1943 – 9 Personen – 40m2. Geschichten, Menschen und Gebäude“
· Autorin: Monika Blankenheim
· Herausgeber: Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg
· Band Nr. 110 Schriften des Freilichtmuseums am Kiekeberg
· Ort und Erscheinungsjahr: Rosengarten-Ehestorf, 2026
· 276 Seiten
· ISBN 978-3-935096-82-9
· Preis: 27,50 Euro im Museumsladen erhältlich
Foto: Buchcover 1943 - 9 Personen - 40qm Siedlung Falkenberg. Geschichten, Menschen und Gebäude

