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Von 00:00 bis 24:00 Uhr

Im Umkreis von 100 km


Bühne, Show

Abendvortrag: „Der Januarstreik 1918 – eine Generalprobe für die Novemberrevolution?“

Ort 21682 Stade, Schwedenspeicher Museum
Adresse Wasser West 39
Termine 13.10.2026,
ab 19:30 Uhr
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Abendvortrag über den Januarstreik 1918

Stader Geschichts- und Heimatverein startet neue Vortragssaison


Der Stader Geschichts- und Heimatverein lädt am Dienstag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr wieder zu einem Abendvortrag in das Museum Schwedenspeicher in Stade ein. Der Historiker Prof. Dr. Benjamin Ziemann spricht zum Thema „Der Januarstreik 1918 – eine Generalprobe für die Novemberrevolution?“.

In der Spätphase des Ersten Weltkriegs beunruhigte eine große Streikwelle das Deutsche Reich. Ab dem 28. Januar 1918 traten rund 530.000 Industriearbeiter in mindestens 69 Städten und Gemeinden für mehrere Tage in den Streik. Die 1917 gegründete Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) hatte den Arbeitskampf vorbereitet. In Berlin waren die Revolutionären Obleute um Richard Müller, den Branchenobmann der Dreher im Deutschen Metallarbeiter-Verband, federführend. Der Historiker Arthur Rosenberg hat den Januarstreik 1928 als eine „Generalprobe für die Novemberrevolution“ bezeichnet. Der Vortrag setzt sich kritisch mit dieser Wertung auseinander, um die Grenzen der Streikbewegung im Januar 1918 aufzuzeigen. Zugleich ergeben sich daraus neue Perspektiven auf die deutsche Revolution im November 1918. Benjamin Ziemann ist meritierter Professor für neuere deutsche Geschichte an der University of Sheffield in Großbritannien. Der Historiker mit Wurzeln in Buxtehude zählt zu den international führenden Experten zur Geschichte der Weimarer Republik.

Die Reihe der Abendvorträge wird vom Stader Geschichts- und Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesarchiv, den Museen Stade und dem Stadtarchiv Stade veranstaltet. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt, Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Stader Geschichts- und Heimatverein beginnt mit dieser Veranstaltung die neue Saison 2026/27 seiner Abendvorträge. Vier weitere Termine folgen:

• Unter dem Titel „Hanse forever?“ spricht am 24. November die Historikerin Prof. Dr. Ulla Kypta aus Münster über Krisen und Neuanfänge hansischer Zusammenarbeit in der Frühen Neuzeit.

• Am 16. Februar 2027 stellt André Sieland aus Hannover Carl Friedrich Gauß und die Königlich Hannoversche Landesvermessung (1821–1843) vor, die vielen noch als Bildmotiv vom alten 10-Mark-Geldschein bekannt ist.

• Am 16. März hält der Literaturwissenschaftler Dr. Jost Eickmeyer aus Eutin einen Vortrag über Reisen und Reiseliteratur in Norddeutschland im 18. und 19. Jahrhundert.

• Prof. Dr. Hauke Jöns aus Wilhelmshaven spricht am 20. April über „Die Niederelbe – Lebensraum und Verkehrsweg seit Jahrtausenden“ und stellt aktuelle archäologische Forschungsprojekte des Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung im Landkreis Stade vor.

Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr im Schwedenspeicher